A
Angemessenheitsbeschluss
Eine Entscheidung der EU-Kommission, die einem Drittland ein angemessenes Datenschutzniveau bescheinigt. Datenübermittlungen dorthin sind dann ohne zusätzliche Garantien zulässig.
Anonymisierung
Verfahren, bei dem personenbezogene Daten so verändert werden, dass sich kein Bezug mehr zu einer bestimmten Person herstellen lässt. Anonymisierte Daten fallen nicht mehr unter die DSGVO.
Aufbewahrungspflicht
Gesetzliche Vorgabe, bestimmte Unterlagen für einen festgelegten Zeitraum aufzubewahren – etwa Rechnungen oder steuerrelevante Dokumente. Sie steht oft in Spannung zur Pflicht, Daten zu löschen.
Aufsichtsbehörde
Staatliche Stelle, die die Einhaltung des Datenschutzrechts überwacht und durchsetzt. In Deutschland sind das die Landesdatenschutzbehörden und der oder die Bundesbeauftragte.
Auftragsverarbeiter
Ein Dienstleister, der personenbezogene Daten im Auftrag und nach Weisung eines Verantwortlichen verarbeitet, zum Beispiel ein Cloud- oder Hosting-Anbieter. Er entscheidet nicht selbst über Zweck und Mittel der Verarbeitung.
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
Schriftlicher Vertrag zwischen Verantwortlichem und Auftragsverarbeiter, der die Verarbeitung personenbezogener Daten regelt. Er ist nach Artikel 28 DSGVO Pflicht und legt Pflichten, Weisungen und Schutzmaßnahmen fest.
Auskunftsrecht der betroffenen Person (Auskunftsbegehren)
Recht jeder Person zu erfahren, ob und welche personenbezogenen Daten über sie verarbeitet werden und zu welchen Zwecken. Auf ein solches Auskunftsbegehren muss der Verantwortliche in der Regel innerhalb eines Monats reagieren.
B
Benachrichtigung betroffener Personen
Pflicht, betroffene Personen zu informieren, wenn eine Datenschutzverletzung voraussichtlich ein hohes Risiko für ihre Rechte und Freiheiten bedeutet. Die Benachrichtigung muss verständlich sein und Folgen sowie Gegenmaßnahmen nennen.
Berechtigtes Interesse
Eine Rechtsgrundlage der DSGVO, die eine Datenverarbeitung erlaubt, wenn sie für legitime Zwecke nötig ist und die Interessen der betroffenen Person nicht überwiegen. Erfordert immer eine Abwägung der Interessen.
Berichtigung
Recht der betroffenen Person, unrichtige Daten korrigieren und unvollständige Daten ergänzen zu lassen. Der Verantwortliche muss der Korrektur unverzüglich nachkommen.
Beschwerderecht
Recht jeder Person, sich bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde zu beschweren, wenn sie ihre Rechte verletzt sieht. Die Beschwerde ist unabhängig von anderen Rechtsbehelfen möglich.
Besonderen Kategorien personenbezogener Daten
Besonders sensible Daten wie Gesundheit, Religion, ethnische Herkunft oder sexuelle Orientierung. Ihre Verarbeitung ist grundsätzlich verboten und nur unter strengen Ausnahmen erlaubt.
Betroffener
Eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person, deren personenbezogene Daten verarbeitet werden. Ihr stehen die in der DSGVO geregelten Betroffenenrechte zu.
Biometrische Daten
Personenbezogene Daten zu körperlichen oder verhaltensbezogenen Merkmalen, etwa Fingerabdruck, Gesicht oder Stimme. Werden sie zur eindeutigen Identifizierung genutzt, zählen sie zu den besonderen Datenkategorien.
Botpress
Botpress ist eine Entwicklungsplattform für KI-Agenten und Chatbots, die visuelle Workflows, Wissensquellen, Integrationen und programmierbare Komponenten verbindet.
Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
Das deutsche Datenschutzgesetz, das die DSGVO an einigen Stellen konkretisiert und ergänzt. Es regelt unter anderem Beschäftigtendatenschutz und die Bestellung von Datenschutzbeauftragten.
C
Compliance
Die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, interner Richtlinien und Standards in einem Unternehmen. Im Datenschutz bedeutet das, alle Anforderungen der DSGVO und weiterer Vorschriften nachweisbar zu erfüllen.
Cookies
Kleine Textdateien, die Websites im Browser speichern, um Nutzer wiederzuerkennen oder Einstellungen zu merken. Für nicht zwingend erforderliche Cookies ist in der Regel eine Einwilligung nötig.
D
Datenkategorien
Die Arten von Daten, die verarbeitet werden, etwa Kontakt-, Vertrags- oder Gesundheitsdaten. Sie werden im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten erfasst.
Datenklassen
Eine Einteilung von Daten nach Schutzbedarf, etwa öffentlich, intern, vertraulich oder streng vertraulich. Die Klasse bestimmt, welche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sind.
Datenminimierung
Grundsatz, nur so viele personenbezogene Daten zu erheben und zu verarbeiten, wie für den Zweck wirklich erforderlich sind. Überflüssige Daten sollen gar nicht erst gesammelt werden.
Datenpanne
Eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten, etwa durch Verlust, Diebstahl oder unbefugten Zugriff. Je nach Risiko muss sie der Aufsichtsbehörde und den Betroffenen gemeldet werden.
Datenquelle
Der Ursprung, aus dem personenbezogene Daten stammen, etwa die betroffene Person selbst oder eine dritte Stelle. Stammen Daten nicht von der Person, muss sie in der Regel über die Quelle informiert werden.
Datenraum
Eine geschützte Umgebung, in der Daten kontrolliert gespeichert, geteilt und gemeinsam genutzt werden. Zugriffsrechte und Protokollierung stellen sicher, dass nur Berechtigte zugreifen.
Datenschutz
Der Schutz personenbezogener Daten und das Recht jeder Person, selbst über die Verwendung ihrer Daten zu bestimmen. Er stellt sicher, dass Daten nur rechtmäßig und zweckgebunden verarbeitet werden.
Datenschutz-Konzept
Ein dokumentierter Plan, wie eine Organisation personenbezogene Daten schützt und die DSGVO umsetzt. Es beschreibt Verantwortlichkeiten, Prozesse sowie technische und organisatorische Maßnahmen.
Datenschutzaudit
Der Schutz personenbezogener Daten und das Recht jeder Person, selbst über die Verwendung ihrer Daten zu bestimmen. Er stellt sicher, dass Daten nur rechtmäßig und zweckgebunden verarbeitet werden.
Datenschutzbeauftragter (DSB)
Person, die im Unternehmen die Einhaltung des Datenschutzes überwacht und berät. In bestimmten Fällen ist die Bestellung gesetzlich verpflichtend.
Datenschutzbestandaufnahme
Eine systematische Erfassung aller Verarbeitungen, Datenarten und Systeme einer Organisation. Sie ist der Ausgangspunkt, um Datenschutzrisiken zu erkennen und Maßnahmen zu planen.
Datenschutzerklärung
Dokument, das transparent darüber informiert, welche personenbezogenen Daten zu welchen Zwecken und auf welcher Rechtsgrundlage verarbeitet werden. Sie muss leicht zugänglich und verständlich sein.
Datenschutzfolgenabschätzung
Eine Risikoanalyse, die vor besonders risikoreichen Verarbeitungen durchgeführt werden muss. Sie bewertet mögliche Gefahren für Betroffene und legt geeignete Schutzmaßnahmen fest.
Datenschutzkoordinator
Eine Person, die in einem Bereich oder einer Abteilung Datenschutzaufgaben koordiniert und als Schnittstelle zum Datenschutzbeauftragten dient. Die Rolle unterstützt die praktische Umsetzung der Vorgaben.
Datenschutzmanagement
Die organisierte Steuerung aller Datenschutzaufgaben über Prozesse, Verantwortlichkeiten und Dokumentation. Es stellt sicher, dass die Vorgaben der DSGVO dauerhaft und nachweisbar eingehalten werden.
Datenschutzvorfall
Ein Ereignis, bei dem personenbezogene Daten unbeabsichtigt oder unrechtmäßig offengelegt, verändert, verloren oder zugänglich gemacht werden. Je nach Risiko ist er der Aufsichtsbehörde und ggf. den Betroffenen zu melden.
Datensicherheit
Die Gesamtheit technischer und organisatorischer Maßnahmen, die Daten vor Verlust, Manipulation und unbefugtem Zugriff schützen. Sie ist eine Voraussetzung für wirksamen Datenschutz.
Datensicherheitsmaßnahmen
Technische und organisatorische Vorkehrungen, die Daten vor Verlust, Manipulation und unbefugtem Zugriff schützen. Dazu zählen etwa Verschlüsselung, Zugriffskontrollen, Backups und Schulungen.
Datenübermittlung (extern)
Die Weitergabe personenbezogener Daten an Stellen außerhalb der eigenen Organisation. Sie ist nur zulässig, wenn eine Rechtsgrundlage besteht und der Schutz der Daten gewährleistet ist.
Datenübermittlung (intern)
Die Weitergabe personenbezogener Daten innerhalb derselben Organisation, etwa zwischen Abteilungen. Auch sie muss zweckgebunden sein und auf einer Rechtsgrundlage beruhen.
Direktwerbung
Werbung, die sich direkt an einzelne Personen richtet, etwa per E-Mail, Post oder Telefon. Betroffene können der Verarbeitung ihrer Daten zu Werbezwecken jederzeit widersprechen.
Dokumentationspflicht
Die Pflicht, Datenschutzmaßnahmen und Verarbeitungen nachvollziehbar zu dokumentieren. Sie dient dem Nachweis, dass die DSGVO eingehalten wird (Rechenschaftspflicht).
Double Opt-In
Verfahren, bei dem eine Anmeldung – etwa zum Newsletter – zusätzlich per Bestätigungslink verifiziert wird. So wird sichergestellt, dass die Einwilligung wirklich von der angegebenen Person stammt.
Dritter
Eine Person oder Stelle außerhalb von Verantwortlichem, Auftragsverarbeiter und betroffener Person. Eine Weitergabe von Daten an Dritte benötigt eine eigene Rechtsgrundlage.
Drittland
Ein Land außerhalb der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums. Eine Datenübermittlung dorthin ist nur unter besonderen Voraussetzungen zulässig, etwa mit geeigneten Garantien.
E
Eindeutiger Identifizierung
Die Zuordnung von Daten zu genau einer bestimmten Person, etwa über eine eindeutige Kennung oder biometrische Merkmale. Sie macht aus Daten personenbezogene Daten und löst die Pflichten der DSGVO aus.
Einschränkung der Verarbeitung
Recht der betroffenen Person, die Nutzung ihrer Daten vorübergehend zu sperren, statt sie zu löschen. Die Daten werden dann nur noch in engen Ausnahmefällen verarbeitet.
Einwilligung zur Verarbeitung personenbezogener Daten
Die freiwillige, informierte und eindeutige Zustimmung einer Person zur Verarbeitung ihrer Daten. Sie ist eine zentrale Rechtsgrundlage und kann jederzeit für die Zukunft widerrufen werden.
Einwilligungserklärung
Die dokumentierte Zustimmung einer Person zur Verarbeitung ihrer Daten für einen bestimmten Zweck. Sie muss freiwillig, verständlich und nachweisbar sein und kann jederzeit widerrufen werden.
Empfänger personenbezogener Daten
Jede Stelle, an die personenbezogene Daten weitergegeben werden, ob extern oder innerhalb der Organisation. Betroffene haben ein Recht darauf zu erfahren, wer ihre Daten erhält.
Erhebung personenbezogener Daten
Das Beschaffen oder Sammeln personenbezogener Daten, etwa über Formulare, Verträge oder Sensoren. Schon die Erhebung benötigt eine Rechtsgrundlage und einen festgelegten Zweck.
Erwägungsgrund
Erläuternder Vorspann eines EU-Rechtsakts, der Ziele und Hintergrund der einzelnen Artikel beschreibt. Die Erwägungsgründe der DSGVO helfen, ihre Vorschriften richtig auszulegen.
F
G
GPT4All
GPT4All ist ein offenes Software-Ökosystem mit Desktop-Anwendung und Programmierschnittstellen, über das kompatible große Sprachmodelle lokal auf gewöhnlichen Computern ausgeführt werden können.
Gemeinsame Verantwortlichkeit
Situation, in der zwei oder mehr Stellen gemeinsam über Zwecke und Mittel einer Verarbeitung entscheiden. Sie müssen ihre Pflichten in einer transparenten Vereinbarung aufteilen.
Genetische Daten
Daten zu den ererbten oder erworbenen genetischen Merkmalen einer Person, etwa aus DNA-Analysen. Sie gehören zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten.
Gesicherte Daten
Daten, die durch technische und organisatorische Maßnahmen vor Verlust, Manipulation und unbefugtem Zugriff geschützt sind. Typische Mittel sind Verschlüsselung, Zugriffskontrollen und regelmäßige Sicherungen.
Gesundheitsdaten
Alle Daten über den körperlichen oder geistigen Gesundheitszustand einer Person. Sie sind besonders sensibel und unterliegen einem verstärkten Schutz.
H
H2O.ai
H2O.ai ist ein KI-Unternehmen; dessen offene Kernlösung H2O-3 ist eine verteilte In-Memory-Plattform für skalierbares Machine Learning und prädiktive Analysen.
Hugging Face Transformers
Hugging Face Transformers ist eine offene Bibliothek für das Laden, Trainieren und Ausführen vortrainierter Transformer-Modelle für Text, Bild, Audio, Video und multimodale Aufgaben.
I
ISO 27001
Eine international anerkannte Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme. Unternehmen können sich danach zertifizieren lassen, um ein hohes Sicherheitsniveau nachzuweisen.
ISO 27001-Audit
Eine Prüfung, ob ein Informationssicherheits-Managementsystem die Anforderungen der Norm ISO 27001 erfüllt. Ein erfolgreiches Audit ist Voraussetzung für die Zertifizierung.
Identifikationsmerkmal
Ein Merkmal, das eine Person erkennbar macht, etwa Name, Kundennummer, IP-Adresse oder eine Kennung. Schon die Kombination mehrerer Merkmale kann einen Personenbezug herstellen.
Informationspflicht
Pflicht des Verantwortlichen, Betroffene aktiv über die Verarbeitung ihrer Daten zu informieren. Dazu gehören Zwecke, Rechtsgrundlage, Empfänger, Speicherdauer und die Betroffenenrechte.
Informationssicherheit
Der Schutz von Informationen hinsichtlich Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit – unabhängig davon, ob sie personenbezogen sind. Sie umfasst technische und organisatorische Maßnahmen.
Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS)
Ein systematischer Rahmen aus Richtlinien, Prozessen und Maßnahmen zur Steuerung der Informationssicherheit. Er sorgt dafür, dass Sicherheit dauerhaft geplant, umgesetzt, überprüft und verbessert wird.
Informationssicherheitskontrollen
Konkrete Schutzmaßnahmen, die Risiken für die Informationssicherheit verringern, etwa Zugriffsrechte, Verschlüsselung oder Protokollierung. Sie werden anhand des Risikos ausgewählt und regelmäßig überprüft.
Informationssicherheitsrichtlinie
Ein verbindliches Grundsatzdokument, das Ziele, Verantwortlichkeiten und Regeln für den Schutz von Informationen festlegt. Sie bildet die Basis für konkrete technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen.
Integrität
Schutzziel der Informationssicherheit, das sicherstellt, dass Daten nicht unbemerkt oder unbefugt verändert werden. Sie gewährleistet die Richtigkeit und Vollständigkeit von Informationen.
Integrität im Datenschutz
Schutzziel, das sicherstellt, dass Daten nicht unbemerkt oder unbefugt verändert werden. Es gewährleistet die Richtigkeit und Vollständigkeit von Informationen.
J
K
Kategorien betroffener Personen
Gruppen von Personen, deren Daten verarbeitet werden, etwa Kunden, Beschäftigte oder Lieferanten. Sie werden im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten benannt.
Keras
Keras ist eine offene Deep-Learning-API in Python, mit der neuronale Netze strukturiert entwickelt und auf verschiedenen Backends wie TensorFlow, JAX oder PyTorch ausgeführt werden können.
L
LangChain Deep Agents
LangChain Deep Agents ist ein offenes Agenten-Framework auf Basis von LangChain und LangGraph, das Planung, Kontextverwaltung, Dateisysteme, Unteragenten und Langzeitgedächtnis gebündelt bereitstellt.
Lebenswichtige Interessen nach DSGVO
Eine Rechtsgrundlage, die eine Verarbeitung erlaubt, wenn sie zum Schutz von Leben oder körperlicher Unversehrtheit nötig ist. Sie greift vor allem in Notfällen, etwa bei medizinischer Hilfe.
Löschkonzept nach DSGVO
Ein dokumentierter Plan, welche Daten wann und wie gelöscht werden. Es verbindet gesetzliche Aufbewahrungsfristen mit der Pflicht, nicht mehr benötigte Daten zu entfernen.
Löschung im Datenschutz
Das endgültige Entfernen personenbezogener Daten, sodass sie nicht mehr verfügbar oder wiederherstellbar sind. Sie ist erforderlich, wenn der Zweck der Speicherung entfällt oder die Person es verlangt.
M
MLflow
MLflow ist eine offene AI-Engineering- und MLOps-Plattform zur Nachverfolgung, Bewertung, Verwaltung, Überwachung und Optimierung von Machine-Learning-Modellen, LLM-Anwendungen und KI-Agenten.
Meldung eines Datenschutzverstoßes
Pflicht, eine Datenpanne in der Regel innerhalb von 72 Stunden der Aufsichtsbehörde zu melden. Bei hohem Risiko müssen zusätzlich die betroffenen Personen informiert werden.
Mitteilungspflicht
Pflicht des Verantwortlichen, Empfänger über Berichtigung, Löschung oder Einschränkung von Daten zu informieren, an die zuvor Daten weitergegeben wurden. So wirken Korrekturen entlang der gesamten Verarbeitungskette.
Mitwirkungspflicht
Pflicht Beteiligter, etwa von Auftragsverarbeitern, den Verantwortlichen bei der Einhaltung des Datenschutzes zu unterstützen. Dazu gehört die Mithilfe bei Betroffenenanfragen, Prüfungen und Sicherheitsvorfällen.
N
NIS2
Eine EU-Richtlinie, die die Cybersicherheit in wichtigen und besonders wichtigen Einrichtungen stärkt. Sie verpflichtet betroffene Organisationen zu Risikomanagement, Schutzmaßnahmen und Meldepflichten.
Nicht-notwendige Cookies
Cookies, die für den technischen Betrieb einer Website nicht erforderlich sind, etwa für Statistik, Marketing oder Komfort. Sie dürfen erst nach ausdrücklicher Einwilligung der Nutzer gesetzt werden.
Notwendige Cookies
Cookies, die für den Betrieb einer Website technisch unverzichtbar sind, etwa für Warenkorb oder Login. Für sie ist in der Regel keine Einwilligung erforderlich.
O
Open WebUI
Open WebUI ist eine selbst gehostete, erweiterbare Benutzeroberfläche für lokale und cloudbasierte KI-Modelle, die unter anderem Ollama und OpenAI-kompatible Schnittstellen unterstützt.
OpenAgents
OpenAgents ist eine offene Plattform und ein Python-Framework für vernetzte KI-Agenten, gemeinsame Arbeitsbereiche und die Zusammenarbeit mehrerer Agenten mit geteilten Dateien, Browsern und Kontexten.
OpenClaw
OpenClaw ist ein offener, lokal betreibbarer KI-Assistent, der Sprachmodelle mit Kommunikationskanälen und Werkzeugen verbindet, um digitale Aufgaben auf eigenen Geräten oder Servern auszuführen.
Opt-in
Verfahren, bei dem eine Verarbeitung erst nach ausdrücklicher Zustimmung der Person erfolgt. Ohne aktives Einverständnis findet keine Verarbeitung statt.
Opt-out
Verfahren, bei dem eine Verarbeitung zunächst stattfindet und die Person aktiv widersprechen muss. Es ist nur dort zulässig, wo keine vorherige Einwilligung verlangt wird.
P
Pentest
Ein kontrollierter Angriffsversuch auf Systeme, um Schwachstellen aufzudecken, bevor echte Angreifer sie ausnutzen. Die Ergebnisse helfen, die Sicherheit gezielt zu verbessern.
Personenbezogene Daten
Alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen. Dazu zählen etwa Name, Adresse, E-Mail, IP-Adresse oder Standortdaten.
Privacy-by-default
Grundsatz, dass die datenschutzfreundlichsten Voreinstellungen standardmäßig aktiv sein müssen. Nutzer sollen ohne eigenes Zutun bestmöglich geschützt sein.
Privacy-by-design
Grundsatz, Datenschutz schon bei der Entwicklung von Systemen und Prozessen mitzudenken. Schutzmaßnahmen werden technisch und organisatorisch von Anfang an eingebaut.
Profiling
Automatisierte Auswertung personenbezogener Daten, um persönliche Aspekte zu bewerten oder vorherzusagen, etwa Interessen oder Verhalten. Es unterliegt besonderen Anforderungen der DSGVO.
Pseudonymisierung im Datenschutz
Verfahren, bei dem identifizierende Merkmale durch ein Pseudonym ersetzt werden. Anders als bei der Anonymisierung bleibt mit einem separat aufbewahrten Schlüssel ein Personenbezug herstellbar.
PyTorch
PyTorch ist ein offenes Machine-Learning-Framework für tensorbasierte Berechnungen, Deep Learning und die Entwicklung flexibler KI-Modelle auf CPUs und GPUs.
R
Rasa
Rasa ist ein Framework und eine Plattform für die Entwicklung, Prüfung, Bereitstellung und Analyse dialogbasierter KI-Assistenten mit kontrollierbarer Gesprächslogik.
Rechenschaftspflicht
Grundsatz, dass der Verantwortliche die Einhaltung der DSGVO nicht nur gewährleisten, sondern auch nachweisen muss. Dafür sind Dokumentation und geeignete Nachweise erforderlich.
Recht auf Datenübertragbarkeit
Recht, die eigenen bereitgestellten Daten in einem gängigen, maschinenlesbaren Format zu erhalten oder direkt zu einem anderen Anbieter übertragen zu lassen. Es erleichtert den Wechsel von Diensten.
Recht auf Einschränkung der Verarbeitung
Recht der betroffenen Person, die Nutzung ihrer Daten vorübergehend sperren zu lassen, statt sie zu löschen. Die Daten dürfen dann nur noch in eng begrenzten Ausnahmefällen verarbeitet werden.
Recht auf Löschung („Recht auf Vergessen werden“)
Recht der betroffenen Person, die Löschung ihrer Daten zu verlangen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Es wird auch als "Recht auf Vergessenwerden" bezeichnet.
Rechte der betroffenen Person
Die Gesamtheit der Rechte, die die DSGVO Personen einräumt – darunter Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch. Sie ermöglichen Kontrolle über die eigenen Daten.
Risikobewertung
Die systematische Einschätzung, welche Gefahren für Daten oder Personen bestehen und wie wahrscheinlich und schwerwiegend sie sind. Sie bildet die Grundlage für passende Schutzmaßnahmen.
Risikomanagement
Der fortlaufende Prozess, Risiken zu erkennen, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu steuern. Im Datenschutz und in der Informationssicherheit sorgt es für ein angemessenes Schutzniveau.
Risikominderung
Maßnahmen, die die Wahrscheinlichkeit oder die Auswirkungen eines Risikos für Daten und Betroffene verringern. Beispiele sind Verschlüsselung, Zugriffsbeschränkungen oder Schulungen.
S
Scikit-learn
Scikit-learn ist eine offene Python-Bibliothek für klassisches Machine Learning mit Verfahren für Klassifikation, Regression, Clustering, Datenvorbereitung, Modellauswahl und Bewertung.
Sicherheitsvorfälle
Ereignisse, die Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit von Informationen gefährden, etwa Angriffe, Fehlkonfigurationen oder Datenverluste. Sie müssen erkannt, dokumentiert und je nach Schwere gemeldet werden.
Standard Vertragsklauseln (SCC)
Von der EU-Kommission vorgegebene Vertragsmuster, die Datenübermittlungen in Drittländer absichern. Sie verpflichten den Empfänger zu einem angemessenen Datenschutzniveau.
T
TISAX®
Ein Prüf- und Austauschverfahren für Informationssicherheit in der Automobilindustrie. Es basiert auf einem branchenspezifischen Standard und ermöglicht gegenseitige Anerkennung von Prüfergebnissen.
Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM)
Konkrete Schutzvorkehrungen wie Verschlüsselung, Zugriffskontrollen oder Schulungen, die die Sicherheit der Verarbeitung gewährleisten. Sie sind nach der DSGVO verpflichtend und dem Risiko anzupassen.
TensorFlow
TensorFlow ist eine offene End-to-End-Plattform für Machine Learning, mit der Modelle entwickelt, trainiert, ausgewertet und in unterschiedlichen Umgebungen bereitgestellt werden können.
Transparenz im Datenschutz
Grundsatz, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten für Betroffene nachvollziehbar und verständlich sein muss. Informationen müssen klar, leicht zugänglich und in einfacher Sprache bereitstehen.
Tätigkeiten als Auftragsverarbeiter
Verarbeitungen, die ein Dienstleister im Auftrag und nach Weisung eines Verantwortlichen ausführt. Der Auftragsverarbeiter entscheidet nicht selbst über Zweck und Mittel und ist vertraglich gebunden.
V
Verantwortlicher
Die Stelle, die allein oder gemeinsam über Zwecke und Mittel der Verarbeitung personenbezogener Daten entscheidet. Sie trägt die Hauptverantwortung für die Einhaltung des Datenschutzes.
Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten
Der Umgang mit besonders sensiblen Daten wie Gesundheit, Religion oder ethnischer Herkunft. Er ist grundsätzlich verboten und nur unter strengen, ausdrücklich geregelten Ausnahmen erlaubt.
Verarbeitung im Datenschutz
Jeder Vorgang im Umgang mit personenbezogenen Daten, etwa Erheben, Speichern, Verändern, Nutzen, Übermitteln oder Löschen. Schon das bloße Speichern gilt als Verarbeitung.
Verarbeitungstätigkeiten
Alle Vorgänge, bei denen personenbezogene Daten genutzt werden, etwa Erheben, Speichern, Auswerten oder Übermitteln. Sie werden im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten dokumentiert.
Verfügbarkeit
Schutzziel der Informationssicherheit, das sicherstellt, dass Daten und Systeme bei Bedarf zuverlässig nutzbar sind. Maßnahmen sind etwa Backups und Ausfallsicherheit.
Verhältnismäßigkeit im Datenschutz
Grundsatz, dass eine Datenverarbeitung geeignet, erforderlich und angemessen sein muss, um ihren Zweck zu erreichen. Der Eingriff in die Rechte der Betroffenen darf nicht über das Notwendige hinausgehen.
Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten (Datenschutzvorfall)
Eine Sicherheitsverletzung, die zu Verlust, Diebstahl, Veränderung oder unbefugter Offenlegung personenbezogener Daten führt. Je nach Risiko ist sie binnen 72 Stunden der Aufsichtsbehörde zu melden.
Verschlüsselung
Technisches Verfahren, das Daten so umwandelt, dass sie nur mit dem passenden Schlüssel lesbar sind. Sie schützt die Vertraulichkeit bei Speicherung und Übertragung.
Vertraulichkeit
Schutzziel der Informationssicherheit, das gewährleistet, dass nur Berechtigte Zugriff auf Daten erhalten. Sie wird etwa durch Zugriffsrechte und Verschlüsselung sichergestellt.
W
Whistleblowing
Das Melden von Missständen oder Rechtsverstößen, oft über eine geschützte interne Meldestelle. Hinweisgeber müssen vor Benachteiligung geschützt und ihre Daten vertraulich behandelt werden.
Widerruf der Einwilligung
Das Recht, eine erteilte Einwilligung jederzeit für die Zukunft zurückzunehmen. Der Widerruf muss so einfach möglich sein wie die Erteilung der Einwilligung.
Widerspruchsrecht
Recht der betroffenen Person, einer Verarbeitung aus Gründen ihrer besonderen Situation zu widersprechen. Bei Direktwerbung ist der Widerspruch jederzeit und ohne Begründung möglich.
Z
Zertifizierungsstelle
Eine akkreditierte Stelle, die prüft, ob Produkte, Prozesse oder Managementsysteme festgelegte Anforderungen erfüllen, und entsprechende Zertifikate ausstellt. Im Datenschutz kann sie die Einhaltung von Vorgaben bestätigen.
Zweckbindung
Grundsatz, dass personenbezogene Daten nur für die zuvor festgelegten, eindeutigen Zwecke verarbeitet werden dürfen. Eine spätere Nutzung für andere Zwecke ist nur eingeschränkt zulässig.
Zwei-Faktor-Authentifizierung
Anmeldeverfahren, das zusätzlich zum Passwort einen zweiten Nachweis verlangt, etwa einen Code aufs Smartphone. Sie erhöht die Sicherheit von Konten deutlich.
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